Fritz Höffeler

Fritz Höffeler, geboren 1964 in Mülheim an der Ruhr, studierte von 1984 bis 1990 Biologie – zunächst in Münster, anschließend in Bielefeld. Nach seinem Diplom arbeitete er bei der Lurgi AG in Frankfurt am Main im Zentralbereich F & E im Labor für Biotechnologie. Außerdem begann er in Frankfurt eine Ausbildung zum Musical-Darsteller, die er in Hamburg fortsetzte. Nach etlichen Bühnenjahren kehrte er zur Biologie zurück.

Als er sich 1999 mit der Gründung von ART FOR SCIENCE selbständig machte, testete er seine Erfolgschancen als wissenschaftlicher Illustrator, indem er sich fünf Aufgaben stellte. Wenn mindestens drei davon innerhalb der ersten drei Jahre erfüllt werden könnten, dann, so hoffte er, habe er tatsächlich eine reelle Chance als selbständiger wissenschaftlicher Illustrator. Er wollte Illustrationen an ein Unternehmen verkaufen, Bilder in einem renommierten Journal veröffentlichen, mit eigenen Bildern eine Ausstellung machen, einen Fachartikel und ein Fachbuch veröffentlichen. Es gelang, und nach weiteren zwei Jahren waren alle fünf Aufgaben erfüllt (nicht allein durch Fleiß, auch durch Glück!): Ein schweizerischer Pharmaziehersteller war 1999 sein erster Auftraggeber, 2000 erhielt er die Zusage für seine Ausstellung "Die Welt der Zelle" im damaligen Institut für klinische Forschung und Entwicklung in Hamburg, 2001 unterschrieb er beim Verlag Harri Deutsch einen Autorenvertrag für den "Bildatlas Cytologie", 2002 durfte er die ersten Illustrationen für Spektrum der Wissenschaft anfertigen (ein Vertrag folgte später) und 2003 wurde sein Manuskript "Die Maschinerie der Apoptose" vom Journal Biologie in unserer Zeit angenommen. Fritz Höffeler blieb also wissenschaftlicher Illustrator – und Autor.

Inzwischen ist er Mitglied der European Association of medical and scientific Artists und wurde 2009 in das "Lexikon der zeitgenössischen Illustratoren" aufgenommen. Seit 2004 ist er "fester freier" Illustrator bei Spektrum der Wissenschaft für den Bereich Life Science und seit 2011 arbeitet er für die Max-Planck-Gesellschaft.

... eine charmante Empfehlung

Für Wissensvermittlung jedweder Art sind didaktische Kenntnisse und Fähigkeiten unbedingt erforderlich. Um sich eben darin weiterzubilden, studierte er von 2007 bis 2009 an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Didaktik. Durch einen glücklichen Zufall erhielt er kurze Zeit später die Gelegenheit, als wissenschaftlicher Berater für ein Hamburger Handelshaus tätig werden zu können. Mit diesem Schritt wurde seine selbst kreierte Berufswelt vollständig: Vermittlung von Wissenschaft durch Wort, Schrift und Bild!